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Das schwarze Quadrat Hommage an Malewitsch 23. März bis 10. Juni 2007 |
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public square von Mischa Kuball
Im Rahmen der Ausstellung Das Schwarze Quadrat. Hommage an Malewitsch realisierte der Künstler Mischa Kuball den public square in Hamburg. Was in den 1920er Jahren utopisch schien, wurde am 6. Mai 2007 - in kritischer Distanz - als politische Demonstration im Hamburger Stadtraum erfahrbar: Mehr als 300 weiß und schwarz gekleidete Menschen folgten dem Aufruf des Künstlers und zogen als lebendes schwarzes Quadrat durch die Hamburger Innenstadt.
Für Kuball war diese politische Demonstration nicht nur eine Hommage an Malewitsch, sie war auch eine Hommage an die russischen Suprematisten, die ein besonderes Verhältnis zum urbanen Raum pflegten: "Der Alltag, das Leben, das politische System, auch die Kunst und auch die Stadt, sollten mit der Idee des Konstruktivismus 'überzogen' werden", so Kuball. "Die Stadt", schrieb Sergej Eisenstein über die Feiern zum ersten Jahrestag der Oktoberrevolution, "ist besonders merkwürdig. Hier sind in den Hauptstraßen, die roten Ziegel weiß übertüncht. Und auf dem weißen Grund verteilt grüne Kreise. Orange Quadrate. Blaue Rechtecke. Das ist Witebsk im Jahre 1920. Über seine Ziegelmauern ist Kasimir Malewitschs Pinsel hinweggegangen. 'Die Plätze sind unsere Paletten', tönt es von diesen Mauern." Für den Direktor der Hamburger Kunsthalle, Hubertus Gaßner, bedeutet Kuballs Public square "[…] eine geniale, temporäre Verwirklichung der Idee des Suprematismus, den urbanen Raum in Bewegung zu versetzen und ihn, durch die prozessierende Masse verfremdet, mit neuen Augen zu sehen. Bei dieser ephemeren Eroberung des Stadtraums entfaltet das von Menschen gebildete schwarze Quadrat, das schon Malewitsch als Verkörperung komprimierter Energie verstanden haben wollte, seine ihm innewohnende Dynamik." (Hubertus Gaßner in: Das schwarze Quadrat, Ostfildern 2007) |
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